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Adieu!

Wenigstens bleiben uns die Worte. Wobei auch diese sich wandeln. Immer seltener ist das «adieu» bzw. im Rätoromanischen «adia» zu hören. Eigentlich ein schöner und tiefsinniger Gruss, denn wir wünschen unserem Gegenüber, dass er von Gott begleitet wird, dass er mit Gott geht. Wir befehlen ihn Gott (lat. AD DEUM: zu Gott hin). Wie passend für viele Gelegenheiten; im Grunde genommen ein kurzes Gebet, ein Segen.

Zu meinem häufigen Sprachgebrauch gehört das «ciao» bzw. «tgau». Kurz und prägnant, multilingual. Im Zusammenhang mit dem Schreiben dieses Blogs hat es mich wundergenommen, woher denn dieses Wort kommt. Natürlich, aus dem Italienischen, das war mir schon bewusst. Jedoch wusste ich nicht, dass es seine Wurzeln in der venezianischen Sprache hat, wo «sciao/sciavo» Sklave bedeutet. Ganz ähnlich auch im «Servus», beliebt bei unseren österreichischen Nachbarn.

Naja, dann werde ich in Zukunft wohl zweimal überlegen, wem ich «ciao» zurufe, wessen Sklavin ich also sein möchte!

Flurina Cavegn-Tomaschett, Pastoralassistentin

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