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Bitttage

Die Bitttage in der Phase des Wachstums der Feldfrüchte zwischen Aussaat und Ernte haben ihren Ursprung in einer von der Landwirtschaft geprägten Zeit und Gesellschaft. Heute leben wir in einer technisierten Welt, die oft die Natur und die Schöpfung Gottes zum eigenen Nutzen ausbeutet. Die Folgen davon sind erschreckend. Das wird uns immer wieder vor Augen geführt. Die Bitttage können gerade in dieser Situation uns anspornen, Gottes Schöpfung mit Respekt und Liebe anzuschauen und uns bewusst zu werden, dass wir nicht Herren der Schöpfung sind, sondern ihre Verwalter und Beschützer.

Laudato si

Papst Franziskus hat am 18. Juni 2015 eine Enzyklika, ein päpstliches Lehrschreiben, mit dem Titel «Laudato si’» veröffentlicht. Sie trägt den Untertitel: «Über die Sorge um das gemeinsame Haus.» Darin ruft er zu fundamentalem Umdenken im Umgang mit der Schöpfung und ihren Ressourcen auf. In diesem Sinn richtet Papst Franziskus folgendes Gebet an den Schöpfer:

Allmächtiger Gott,
der du in der Weite des Alls gegenwärtig bist und im kleinsten deiner Geschöpfe,
der du alles, was existiert, mit deiner Zärtlichkeit umschliesst;
giesse uns die Kraft deiner Liebe ein, damit wir das Leben und die Schönheit hüten.
Überflute uns mit Frieden, damit wir als Brüder und Schwestern leben und niemandem schaden.
Heile unser Leben, damit wir Beschützer der Welt sind und nicht Räuber,
damit wir Schönheit säen und nicht Verseuchung und Zerstörung.
Rühre die Herzen derer an, die nur Gewinn suchen auf Kosten der Armen und der Erde.
Lehre uns, den Wert von allen Dingen zu entdecken und voll Bewunderung zu betrachten;
zu erkennen, dass wir zutiefst verbunden sind mit allen Geschöpfen auf unserem Weg zu einem unendlichen Licht.

Danke, dass du alle Tage bei uns bist.

Ein Gebet, das mich und Dich durch diese Bitttage und darüber hinaus begleiten kann.

Pfarrer Alfred Cavelti

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