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Ferien – Urlaub – vacanzas

Aber was bedeutet eigentlich der Begriff Ferien! Er stammt vom lateinischen Wort feriae, was Festtage, Ruhetage, freie Tage, freie Zeit, auch Ruhe und Frieden bedeutet. Mit Ferien werden also Zeiträume bezeichnet, in denen andere Tätigkeiten möglich sind, die erholsam sind. In einem Lied heisst es, man solle die Seele baumeln lassen. Wer die Beine baumeln lässt, hält sie ganz locker, lässt sie ausruhen. Auch die Seele verlangt nach einer stressfreien und erholsamen Zeit. Aber trotzdem sollte es keine Zeit sein, in der man herumhängt und sich langweilt, sodass es quasi eine seelenlose Zeit ist! Etwas anderes tun als das, was man immer tut, kann erholsam sein.

In der Schweiz reden wir von Ferien, in Deutschland spricht man vom Urlaub.  Sprachgeschichtlich geht der Begriff Urlaub auf das alt und mittelhochdeutsche Substantiv urloup zurück, das zunächst ganz allgemein „Erlaubnis“ bedeutete. Urlaub ist also die bewilligte Abwesenheit einer Person von ihrer ausgeübten Tätigkeit, damit sie sich erholen kann.

Nus Romontschs vein aunc in’autra expressiun. Nus plidein da vacanzas. Era quei plaid vegn dalla noziun latina vacare che munta: ver peda per enzatgei, sededicar ad enzatgei, esser libers. Era quei plaid exprima ch’ins duei en quei temps saver trer flad.

Ob wir in die Ferien gehen, oder in den Urlaub fahren, ni sche nus fagein vacanzas, immer geht es darum, sich zu erholen und Freiheit zu geniessen. Auch Jesus rief seine Jünger an einen ruhigen Ort, damit sie sich nach ihrer Verkündigungsarbeit ausruhen konnten (Mk 6,30-32). Wir Menschen brauchen solche Zeiten.

So wünsche ich allen eine geruhsame Zeit, um sich zu erholen, oder um das zu tun, was man eigentlich schon lange gerne gemacht hätte.

Sur Marcus Flury, mitarbeitender Priester

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