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Mit dem Wort durch den Advent

Einem Wort möchte ich in diesem Advent besondere Beachtung schenken: dem Wort des jeweiligen Sonntagsevangeliums. Jeden Mittwochabend treffe ich mich mit einer Gruppe von Frauen und Männern unserer Pfarreien zur «Lectio divina durch den Advent». Wir lesen gemeinsam das Evangelium des kommenden Sonntags und lassen es durch viel Stille auf uns wirken und zu uns sprechen. Wichtig sind dabei nicht die Hintergründe des Textes. Es geht nicht um eine wissenschaftliche, sondern um eine betende Betrachtung des Wortes Gottes. Und gerade das ist es, was mir so guttut. Als Theologin und Pastoralassistentin interessiert es mich normalerweise, wie der Text entstanden ist, welche Umstände hinter dem Wort liegen, wie es im Zusammenhang mit anderen Bibelstellen steht usw. Bei der Lectio divina ist dies nicht von primärer Bedeutung. Vielmehr geht es dabei um ein sich berühren lassen einer Textstelle, um das Hineinhören auf das Wort. Das alles geschieht durch viel Stille. Wort und Stille – das sind im Alltag eher Gegensätze. Wort und Stille – das ist in der Lectio divina eindeutig ein gutes Gespann.

Am Schluss des Abends steht nicht die Stille, sondern ein Gebet um den Segen Gottes in seinem Wort. Diesen Segen wünsche ich uns allen, die unterwegs sind durch den Advent:

Gott segne uns mit seinem Wort,
das tröstet und versöhnt.
Er segne uns mit seinem Wort,
das aufrüttelt und anspornt.
Er segne uns mit seinem Wort
das Leben schafft
und Gemeinschaft mit ihm gibt.

Flurina Cavegn-Tomaschett, Pastoralassistentin

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