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Schweigen? Unmöglich!

Der Oktober ist der Monat der Weltmission. Der Höhepunkt ist der Missionssonntag, dieses Jahr am 24. Oktober. Wir feiern ihn gemeinsam als Gemeinschaft der vier Pfarreien in Ilanz.

Kann man denn heute noch von „Mission“ sprechen? Sobald dieses Wort im Zusammenhang mit der Religion zur Sprache kommt, wird es für manche zum „Unwort“. Mission scheint bei vielen für Intoleranz, für Missachtung der Andersartigkeit zu stehen. Religion ist Privatsache, heisst es manchmal.

Wenn wir denken und sagen: „Soll jeder sehen und denken, wie er zurechtkommt“, dann ist das aber nicht die Sprache des Evangeliums. Dort steht die Aufforderung Jesu: „Geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngerinnen und Jüngern“. Nicht um kirchliche Machtgebiete zu vergrössern, sondern weil es uns an den Menschen liegt, darum verkünden wir die Frohe Botschaft. Als Christen sind wir aufgefordert, die Wahrheit Jesu Christi bei den anderen Religionen zu entdecken und im Dialog zur Sprache zu bringen.

Der Erfahrungsaustausch mit Gläubigen anderer Länder und Religionen bereichert uns. Je mehr wir Augen, Herzen und Hände öffnen für die Weltkirche unter den Völkern, desto reicher werden wir in unserem Glauben gestärkt.

Das diesjährige Leitwort des Missionssonntags lautet: „Schweigen? Unmöglich!“ Es ist die Kurzform der Antwort von Petrus und Johannes an die Autoritäten in Jerusalem, die ihnen verbieten, im Namen Jesu Christi zu predigen und zu heilen. „Wir können unmöglich schweigen über das, war wir gesehen und gehört haben.“ (Apg.4,20) Dieses Leitwort lenkt den Blick auf unsere „Mission“. Was hat uns berührt von der befreienden Botschaft Gottes, das wir weitererzählen wollen? Wo haben wir die Liebe Gottes erfahren und wollen selber – gerade in schwierigen Zeiten – zu „Missionaren der Hoffnung“ werden, wie Papst Franziskus in seiner Botschaft zum Sonntag der Weltmissionen schreibt. Erzählen wir von dem, was Freude macht, was Leben fördert, was in Freiheit führt, was bereichert!

Der Monat der Weltmission will unseren Blick weiten und unserem Leben als Christinnen und Christen Motivation, Ansporn und Orientierung geben.

Herzlich, Sur Alfred Cavelti

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