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Segensreiche Tage

Am 2. Februar feiert die Kirche das Fest der Darstellung des Herrn. Lichtmess wird es auch genannt. 40 Tage nach der Geburt wurde das Jesuskind nach jüdischem Brauch in den Tempel getragen, um als Erstgeborenes dem Herrn geweiht zu werden. Simeon und die Greisin Hanna erkennen in diesem Kind den Messias. Simeon lobt Gott und sagt: “Meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet” (Lk 2,30-32). Darum werden an diesem Tag Kerzen geweiht und mancherorts findet eine Lichterprozession statt. Die geweihte Kerze soll uns an unsere Berufung erinnern, nämlich dieses Licht in unsere Welt zu tragen und durch unser Leben leuchten zu lassen.

Am 3. Februar gedenkt die Kirche des Hl. Bischofs Blasius, der zu den 14 Nothelfern zählt. Der Hl. Bischof und Märtyrer Blasius soll Fürbitter sein für unsere leibliche Gesundheit. Mit zwei gekreuzten brennenden Kerzen segnet der Priester die Gläubigen mit diesen oder ähnlichen Worten: „Auf die Fürsprache des Hl. Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheit und allem Bösen.“ Dieser Segen lässt uns in der Pandemiezeit noch bewusster werden, dass die Gesundheit ein kostbares Geschenk ist, zu dem wir Sorge tragen sollen.

Der 5. Februar ist der Gedenktag der Hl. Agatha. An diesem Tag wird in vielen Pfarreien Bot gesegnet. Dass sogenannte Agathabrot wird oft das Jahr über aufbewahrt und es soll gegen Feuersbrunst schützen. Es wird auch jenen mitgegeben, die in die Fremde gehen; damit das Heimweh nicht im Herzen brennt. Der Herr hat uns zu beten gelehrt: “Unser tägliches Brot gib uns heute.” Das Brot ist der Inbegriff dessen, was wir zum Leben brauchen. Die Segnung des Brotes, zum Beispiel mit einem Kreuzzeichen bevor man es anschneidet, ist Lobpreis des Schöpfers und auch eine Mahnung zum geschwisterlichen Teilen. Diese und andere Segnungen lassen uns bewusstwerden, dass nicht alles selbstverständlich ist und dass wir von der Güte und dem Segen Gottes abhängig sind.

sur Marcus Flury

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