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Sind unsere Megas auch vor Gott Mega?

In der Bibel wird uns gezeigt, dass Gott bereits im Alten Testament ganz andere Akzente setzt. Er erwählte Jakob, David, die jüngsten der Familie. Er erwähle Amos, einen einfachen Feigenzüchter als Propheten. Als unfruchtbar geltende Frauen wurden die Mütter wichtiger Persönlichkeiten. So unter anderen Elisabeth, die Mutter Johannes‘ des Täufers.

Auch im Neuen Testament zeigt es sich, dass Gott die Kleinen und unscheinbaren im Auge hat. So singt Maria bei der Begegnung mit Elisabeth im Magnifikat: „Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut… Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, und sein Name ist heilig… er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen (Lk 1,46-48.52).“ Es ist eine biblische Wahrheit, dass Gott die Kleinen erwählt, jene, die nicht mit eigenen Leistungen aufwarten können. Ziehen wir daraus unsere Lehren?

Gerade an Weihnachten erinnern wir uns, dass Gott sich erniedrigt hat und in sehr ärmlichen Verhältnissen Mensch geworden ist. Wenn wir an Weihnachten dieses Geheimnis feiern wollen und zu Gott hinaufschauen wollen, müssen wir uns hinunterbeugen und auf den Menschen schauen, der uns nicht als Mega erscheint, also nicht auf den, der uns viel verspricht, sondern auf jenen, der von uns etwas erwartet, etwas von diesem Licht, das Gott in seinem Sohn in die Welt gebracht hat.

Sur Marcus Flury, mitarbeitender Priester

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