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Wir haben endlich einen Bischof von Chur

Die Ernennung von Joseph Maria Bonnemain durch Papst Franziskus zum Bischof von Chur hat mich sehr gefreut. Ich kenne Joseph Bonnemain seit vielen Jahren und er geniesst mein Vertrauen. Ich schätze seine kompetente, ausgleichende und kooperative Art. Er gibt sich offen und feinfühlend ins Gespräch ein. Er kann zuhören, geht auf andere Meinungen ein und sucht gemeinsam nach Lösungen auf anstehende Fragen. Als langjähriger Mitarbeiter in der Bistumsleitung kennt er die Diözese und die «Baustellen» darin sehr gut. Joseph Bonnemain ist für mich ein glaubwürdiger Mann der Kirche mit einer feinen pastoralen Gesinnung. Ich bin zuversichtlich, dass er das zu sein versuchen wird, was ein Bischof sein soll, ein Brückenbauer. Und einen solchen brauchen wir, um da und dort bestehende Gräben zu überwinden.

Sein Grusswort an uns alle am Tag der Ernennung zeigt seine pastorale Gesinnung und gibt schon etwas von seinem Programm vor:

«In seiner diesjährigen Ansprache an die Diplomaten sagte Papst Franziskus unter anderem: ‚Geschwisterlichkeit und Hoffnung sind wie Medikamente, welche die Welt heute wie Impfstoffe braucht.‘ Solche Impfstoffe können nur mit vereinten Kräften hergestellt werden. Diese Worte des Papstes geben genau das wider, was mich aufgrund meiner Ernennung jetzt innerlich besonders bewegt. Wir durchleiden Spannungen, Spaltungen, Polarisierungen. Wir sehen das auch in der Kirche, auch im Bistum Chur. Es sind Spannungen, Spaltungen, Polarisierungen, die wir uns – Gott weiss es – wahrhaftig nicht leisten können und die uns daran hindern, mit vereinten Kräften diese Impfstoffe zu suchen, die wir uns alle wünschen. Ja, die Menschen brauchen Geschwisterlichkeit und Hoffnung, gerade heute. Und sie erwarten – völlig zu Recht – dass die Kirche hier ein Vorbild ist und Wege der Geschwisterlichkeit und Hoffnung aufzeigt. ….“

Ich bin überzeugt, dass unser neuer Bischof diesen Weg der Geschwisterlichkeit gehen wird, als Bruder unter Schwestern und Brüdern, und damit ein Hoffnungsträger sein wird. Machen wir uns mit ihm auf diesen Weg und unterstützen wir ihn mit unserem Wohlwollen und mit unserem Gebet in den schweren Aufgaben, die ihn erwarten.

Sur Alfred Cavelti

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