Skip to content

Missionsgruppe

Am 25. Oktober feiern wir in Ilanz den Missionssonntag. Dieser wird, wie auch andere Anlässe im Jahr, von der Missionsgruppe organisiert.

Sr. Annemarie Müller ist seit fast dreissig Jahren Mitglied der Gruppe. Sie erzählt in einem Interview mit Flurina Cavegn über Sinn und Zweck der Gruppe. Wir danken ihr für die Bereitschaft.

Sr. Annemarie, du engagierst dich in der Missionsgruppe unserer Pfarrei. Was bedeutet dir dieses Engagement?
Für mich persönlich ist es eine gute Möglichkeit, mich in der Pfarrei einzubringen. Als Generalpriorin bin ich an den Sonntagen in unserer Klostergemeinschaft präsent, sodass ich keine Möglichkeit habe, mich durch die Liturgie mit der Pfarrei zu vernetzen.

Durch die Missionsgruppe kann ich etwas Praktisches tun, innerhalb der Pfarrei und für die Menschen. So wird der Glaube konkret, durch mein Handeln und durch die Solidarität mit jenen Menschen, denen es weitaus nicht so gut geht wie uns.

Was ist der Grundgedanke der Missionsgruppe?
Der wichtigste Punkt war und ist sicher die Bewusstseinsbildung. Wir haben zwei Hauptanlässe mit dem Suppentag in der Fastenzeit und dem Missionssonntag im Missionsmonat Oktober. Hier ist es uns wichtig, die Pfarreiangehörigen für das Karitative zu sensibilisieren.

In der Regel wird am Missionssonntag ein Gastprediger/eine Gastpredigerin eingeladen, der/die ein Sozialprojekt vorstellt und dieses in Bezug zum Tagesevangelium bringt. Auch wir vom Kloster Ilanz konnten schon mehrere Male unsere eigenen Projekte der Missionsprokur präsentieren. Wir hatten auch schon Gäste an einem Suppentag, z. B. Anne-Marie Holenstein, die ehemalige Direktorin von Fastenopfer.

Früher hat man nach dem Essen noch Projekte vorgestellt oder Dinge verkauft, die dem Erlös zugutekamen. Auch das war zur Bewusstseinsbildung gedacht. Zudem verkaufen wir von der Missionsgruppe Kondolenzkarten und Heimosterkerzen, um weitere Spenden zu generieren.

Zu Gast am Missionssonntag: Sr. Maria Celestina, Missionsschwester in Südamerika

Kann man sagen, dass der Gedanke der Solidarität mehr im Zentrum steht als der missionarische Gedanke, also die Verkündigung des Glaubens?
Sowohl der Missionssonntag als auch der Suppensonntag sind mit einem Gottesdienst verknüpft. Das ist uns wichtig. Aus der Gemeinschaft des Glaubens entsteht eine solidarische Gemeinschaft.

Es ist uns wichtig, die Menschen darauf hinzuweisen, dass es, gerade im Süden, Menschen gibt, die auf unsere Hilfe angewiesen sind.

Der Erlös des Einsatzes der Missionsgruppe kommt verschiedenen Projekten zugute. Kannst du mir etwas darüber erzählen?
Seit Anfang 2020 bis heute haben wir insgesamt 50 000 Franken an Spendengeldern gesprochen. Das ist schon recht viel. Mit dabei sind auch grössere Einzelspenden.

Der Erlös des Suppensonntags kommt ganz klar der nationalen Fastenaktion zugute. Dort gibt es die Möglichkeit, konkrete Projekte auszuwählen, die man mit dem Geld unterstützen möchte.

Es ist uns aber auch eine Freude, Projekte von Menschen aus der Surselva, die in Entwicklungsländern tätig sind, zu unterstützen. So z. B. Tina Klais aus Ruschein mit der Institution Upla. Wir haben aber auch aktuelle Ereignisse im Blick, wie Naturkatastrophen. Dort ist uns Caritas Schweiz ein guter Partner.

Nicht zu vergessen ist auch das Albert-Schweitzer-Spital, wo sich Dr. Rolf Maibach sehr engagiert. Dort konnten wir auch mehrmals Spenden sprechen.

Und natürlich konnten wir immer wieder unsere eigenen Projekte der Missionsprokur unterstützen, z. B. solche in Brasilien.

Zeichnet sich im Verlauf der letzten Jahre ein Rückgang der Spenden ab?
Wir stellen schon fest, dass beim Suppentag und beim Missionssonntag weniger Leute als vor fünf Jahren zum Essen kommen. Dadurch sind die Spenden rückläufig.

Der Ertrag der Kondolenzkarten ist hingegen stabil.

Gibt es noch etwas, was du den Leserinnen und Lesern mitteilen möchtest?
Es würde mich freuen, wenn der eine oder die andere sich angesprochen fühlt von unserer Arbeit und bereit wäre, uns von der Missionsgruppe zu unterstützen.

Wir könnten durchaus noch Mitglieder brauchen.

An den Anfang scrollen