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Spuren im Monat Februar

Auf einem Spaziergang durch eine Winterlandschaft entdecke ich viele verschiedene Spuren. Spuren, die Menschen beim Wandern gelegt haben. Spuren von Wildtieren und Vögeln, gesetzt in den Schnee auf der Suche nach Nahrung.

Jede Spur hat seine Geschichte. Sie besagt, dass vor mir jemand da war, in eine bestimmte Richtung gegangen ist und mir womöglich Wegweisung und Orientierung schenkt.

Es ist für mich sehr interessant, in den gelegten Spuren zu lesen. Wer war da? Ein Mensch, gross oder klein, eilig oder gemächlich, zielgerichtet oder suchend? Oder: Welche Tiere waren hier? Im Schnee kann ich sehr gut die verschiedenen Abdrücke unterscheiden von Hasen, Hirschen, Füchsen und womöglich von Wölfen. Zu wem gehören sie? Nicht immer kann ich sie einem Tier zuordnen. Das macht ein Spaziergang spannend, abwechslungsreich und es macht mich neugierig.

Beim Beobachten der Abdrücke im Schnee stelle ich mir die Frage: Welche Spuren setze ich? Welche Ziele peile ich im Leben an? Welche Spuren im übertragenen Sinn hinterlasse ich? Finden andere darin Wegweisung und Orientierung?

Spuren schreiben Geschichten. Und Geschichten sind da, um gelesen zu werden, um sich zu unterhalten, um etwas zu lernen und sich davon bereichern zu lassen.

Um Spuren zu entdecken, wünsche ich mir und allen, die durch den Schnee wandern, aufmerksame Augen und Ohren, ein offenes Herz, ein neugieriger Geist und damit die Bereitschaft, sich bereichern und erfüllen zu lassen.

Pfarrer Alfred Cavelti

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