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Spuren im Monat März

Weisse, glatte Wände haben es schwer. Sie reizen Menschen, ihre Spuren zu hinterlassen. Es werden politische oder weltanschauliche Parolen gesprayt. Man hinterlässt also eine Botschaft, die Anderen zu denken geben sollten. Ab und zu habe ich den Eindruck, dass einfach eine Frustration ausgedrückt wird, zum Beispiel mit dem Ausdruck “Fuck”. Auch eine gewisse Wut, eine Aggression kann auf eine Wand gesprayt werden. Diese Zeichen sind für andere sichtbar. Vielleicht ärgert man sich darüber oder man schüttelt den Kopf, weil man es nicht begreift. Solche Sprays auf Wänden und Gegenständen können auch Schaden anrichten und sie sind nicht so leicht zu entfernen.

Worte und Sätze, die man jemandem sagt, können auch wie ein solcher Spray sein. Auch so kann Frust oder Aggression ausgedrückt werden. Mit Worten kann ich jemandem in die Seele sprayen, jemanden verletzen! Wie ein Spray auf einer Wand, kann ein Wortspray auch nicht so schnell entfernt werden. Selbst wenn man es versucht, es hinterlässt Spuren.

Wohlwollende Worte hinterlassen ebenfalls Spuren. Sie gleichen eher schönen, farbigen Graffiti, an denen man sich freut.

Sur Marcus Flury, Mitarbeitender Priester

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